Betreuungsrecht -rechtliche Betreuung statt Entmündigung-

Betreuungsrecht ist konkretisiertes Verfassungsrecht

Rechtliche Betreuung statt Entmündigung

Abgrenzung zwischen Rechtsfürsorge und tatsächlicher Fürsorge
Der Unterschied zwischen Rechtsfürsorge und (Sozial-) Leistungen als staatlicher Fürsorge ist die rechtliche
Fundierung der Leistung. Die staatliche Verpflichtung zur Erbringung von (Sozial-) Leistungen beruht auf öffentlich rechtlichen
Regelungen. Ansprüche des Einzelnen auf (Sozial-) Leistungen sind öffentliche Rechte. (vgl. § 2 Abs. 1 SGB I )
Die Grundlagen für die Ausgestaltung von staatlicher Rechtsfürsorge finden sich im BGB. Die Beziehung zwischen
dem durch das Betreuungsgericht bestellten Vertreter eines Betroffenen und dem Betroffenen ist zivilrechtlicher Natur. (vgl. auch BGH, Urteil vom 2. Dezember 2010 - III ZR 19/10)


Informationen und Entscheidungen zum Betreuungsrecht bei Facebook --- > hier

Entscheidungen / weitere Informationen zum Betreuungsrecht , --->>> hier

Betreuungsrecht Das Online - Lexikon --->>> hier

Forschungsvorhaben „Qualität der rechtlichen Betreuung“ Zweiter Zwischenbericht | 2. Februar 2017 liegt vor ---> hier
 
Die rechtliche Betreuung dient nicht zur Erziehung oder dazu, gesellschaftliche Wertmaßstäbe durchzusetzen.
Ein von der Rechtsprechung entwickelter inzwischen durchgehend zitierter Grundsatz des Betreuungsrechts lautet : "Der Staat hat nicht das Recht, den Betroffenen zu erziehen, zu bessern oder zu hindern, sich selbst zu schädigen", wenn er über einen freien Willen verfügt, also geschäftsfähig ist.
(BVerfG 22,180 (219f.); BayObLG FamRZ 1995, 510; § 1896 Absatz 1a BGB).

Rechtliche Betreuung statt Entmündigung - Informationsblatt - (pdf Format) --->>> hier

Einwilligung in Heilbehandlung durch den rechtlichen Betreuer -- > Hinweise hier

Erforderlichkeit der Betreuung, Qualität in der Betreuung / im Betreuungswesen ---------> hier

Das Betreuungsrecht

- Voraussetzungen für die Einrichtung einer Betreuung,Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung;Verfahrensbeginn;Verfahrenspfleger/in;Ärztliches Gutachten, Betreuungsbehörde, persönliche Anhörung;Aufgabenkreise;Ende der Betreuung --> hier

Der rechtliche Betreuer als gesetzlicher Vertreter , Zur Rolle eines rechtlichen Betreuers--> hier

Kontakt zwischen dem rechtlichen Betreuer und dem unter Betreuung stehenden Menschen ,--- > hier

Von der Vormundschaft zur Betreuung. 2017: Selbstbestimmung statt Entmündigung. 25 Jahre Betreuungsrecht.--- > hier
Die Rolle vom rechtlichen Betreuer ist die eines Mittlers zwischen dem Betroffenen und derjenigen Person, die die notwendigen Hilfen (Leistungen) tatsächlich erbringt.

"Der Betreuer ist weder berechtigt noch verpflichtet, praktische Hilfe zu leisten im Sinne von z.B. Versorgungsleistungen (Einkaufen, Wäschewaschen, Pflege usw.)".Transportdienste" (Raack/Thar, Leitfaden Betreuungsrecht, 5. Aufl. Köln 2009, S. 93).

Vorsorge

Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer ----->>> hier

Broschüre über die Grundzüge des Betreuungsrechts und Informationen zur Vorsorgevollmacht --- >hier


Wie kann ich vorsorgen?
Ratgeber zur Vorsorgevollmacht,Betreuungsverfügung und Patientenverfügung
Jeder von uns kann in eine Situation geraten, in der er auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist. Durch einen Unfall, eine schwere Krankheit oder auch das Nachlassen der Kräfte im Alter können wir in die Lage versetzt werden, in der wir unsere persönlichen und rechtlichen Angelegenheiten
nicht mehr selbst organisieren können. Dann ist es gut, wenn wir Vorkehrungen getroffen haben und sicher sein können, dass sich alle Entscheidungen an unserem Willen orientieren. Was ist zu tun, um möglichst auch dann ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wenn man nicht mehr ansprechbar ist? Wer wird im Ernstfall Entscheidungen für mich treffen, wenn ich nicht mehr in der Lage dazu bin? Was passiert, wenn ich niemanden bevollmächtigt habe, der meine Angelegenheiten regelt ?

Die Vollmacht birgt auch Risiken. Der Vollmachtgeber kann nicht mehr überprüfen, ob alles rechtens ist, was der Dritte( Vollmachtnehmer) mit seiner Vollmacht macht.

Die Vollmacht sollte unbedingt mindestens von der örtlich zuständigen Betreuungsbehörde öffentlich beglaubigt werden. (vgl. Betreuungsbehördengesetz - BtBG - öffentlich beglaubigter Vollmacht)
 
Diese Broschüre möchte Ihnen für diese Fragen eine Hilfe sein. Sie erhalten wichtige Informationen zur Vorsorgevollmacht, durch die Sie selbst bestimmen können, wer Sie im Ernstfall vertritt. Sie erhalten in dieser Broschüre aber auch einen Überblick darüber,
was passiert, wenn Sie niemanden bevollmächtigt haben und ein Gericht einen Betreuer bzw. eine Betreuerin für Sie bestellt. Mit der Betreuungsverfügung können Sie darauf Einfluss nehmen, wer im Bedarfsfall zum Betreuer oder zur Betreuerin bestellt wird.
 


Fachverband im Bereich des Betreuungswesens

Betreuungsgerichtstag e.V. (BGT)


weitere Links und Informationen zum Betreuungsrecht

Rechtliche Betreuung für Volljährige (Betreuungsrecht) in Gera , Thüringen --- > hier

"Verrückte sind nicht krank, sondern auf einem für andere schwer verständlichen Weg auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. Dafür brauchen sie keine Psychopharmaka, die ihr Gehirn lahmlegen und keine Therapien, die ihnen einredet, sie seien behindert. Stattdessen brauchen sie Ruhe, Zeit, Verständnis und Ermutigung."

Die Grundlage der rechtlichen Betreuung ist die grundgesetzlich geschützte Menschenwürde, deren zentraler Kern das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen darstellt, welches der Staat nach Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz (GG) zu achten (Achtungsgebot) und zu schützen (Schutzgebot) hat. Die Menschenwürde und die Selbstbestimmung stehen jedem Menschen in gleicher Weise zu, unabhängig von psychischer Erkrankung oder Behinderung. Während das Schutzgebot die verfassungsrechtliche Grundlage für die Betreuung als staatliche Rechtsfürsorge bildet, kommt das Achtungsgebot nur in den Fällen zum Tragen, in denen der/die Betroffene aufgrund von Erkrankung oder Behinderung tatsächlich nicht eigenverantwortlich Entscheidungen treffen kann. Das Betreuungsrecht dient demnach der Gleichstellung von rechtlich betreuten mit nicht rechtlich betreuten Menschen. Die rechtliche Betreuung (§ 1896 Bürgerliches Gesetzbuch [BGB]) beinhaltet die erforderliche Rechtsfürsorge durch die Besorgung rechtlicher Angelegenheiten und gewährleistet den notwendigen Schutz bei größtmöglicher Selbstbestimmung und Wahrung der persönlichen Autonomie.

- > Betreuungsrecht ist konkretisiertes Verfassungsrecht

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Rechtliche Betreuung definiert sich über die Unterstützung des Betreuten Menschen bei der Wahrnehmung seiner Rechte und Pflichten.

Fehlt einem Erwachsenen wegen Krankheit oder Behinderung die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, hat der rechtliche Betreuer/die Betreuerin sein Selbstbestimmungsrecht bei der Wahrnehmung seiner Rechte und Interessen sicher zu stellen.


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